Bundestag: FDP sitzt künftig neben der AfD

Die Sitzordnung im Bundestag steht, zumindest für die konstituierende Sitzung Ende Oktober. Die FDP behält es sich vor, die Debatte später noch einmal zu führen.

Die FDP muss im Bundestag nun doch neben der rechtspopulistischen AfD sitzen. Nach einem Treffen des sogenannten Vor-Ältestenrates hieß es aus Teilnehmerkreisen in Berlin, Vertreter der sechs Fraktionen hätten für die konstituierende Sitzung am 24. Oktober den Vorschlag der Bundestagsverwaltung akzeptiert. 

Demnach sitzt die AfD vom Rednerpult aus betrachtet rechtsaußen, dann kommen FDP, CDU/CSU, SPD, Grüne und ganz links die Linke. Die Sitzordnung solle auch über die konstituierende Sitzung hinaus beibehalten werden, bis vom Bundestag etwas anderes beschlossen werden sollte.

FDP-Parteisprecher Nils Droste bestätigte, die Partei habe die Sitzordnung
zumindest für die konstituierende Sitzung akzeptiert. Er hatte
allerdings zuvor nicht ausgeschlossen, dass die Partei nach der
konstituierenden Sitzung erneut eine Debatte über die Sitzordnung
beantragen wird. Sollte sich dann eine Mehrheit für eine Änderung
aussprechen, könnten die Sitze noch einmal neu gruppiert werden, sagte
er.

Der Vorschlag des scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert orientiert sich an der Sitzordnung bei der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im Februar.

Die FDP hatte für einen Platz in der Mitte des Parlaments plädiert, weil dies ihre politischen Positionierung widerspiegele. Auch sei dies in den meisten Landesparlamenten, in denen die FDP vertreten sei, der Fall. 

Weiter hieß es aus den Kreisen, Linke und Grüne sollten hätten entgegen ihres
ursprünglichen Willens nur jeweils einen Platz in der ersten Reihe
erhalten. Alle Parteien hätten dem Plan letztlich zugestimmt, damit die konstituierende Sitzung nach Plan abgehalten werden kann.